
Grundsteuer C soll Spekulanten das Handwerk legen und günstigen Wohnraum schaffen. Aber ist das neue Gesetz wirklich die Lösung? Finde heraus, wie Du davon profitierst!
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Die Bodenpreise sind zu hoch, weil Investoren Bauland horten. Das Land liegt brach, die Mieten steigen. Lasst uns die Spekulation beenden und Bürger und Gemeinde stärken!
🔥 Schluss mit Bauland-Spekulation! Wir fordern die Grundsteuer C.
5 Knallharte Vorteile: Warum die Grundsteuer C Deine Miete senken kann!
- 🚀 Bauland-Mobilisierung: Endlich Druck auf Spekulanten, ihr Land zu verkaufen.
- 💰 Kommunale Einnahmen: Die Kommune verdient Geld, ohne neue Schulden zu machen.
- 🏘️ Mehr Angebote: Steigendes Angebot auf dem Markt drückt die Preise.
- ⚖️ Soziale Gerechtigkeit: Die Steuer trifft nur jene, die Land bewusst brachliegen lassen.
- 🛡️ Sicherung der Mittelschicht: Schafft die Basis für preisgebundenen Wohnraum.
So funktioniert der 6-Punkte-Plan, der uns alle voranbringt:
- Grundsteuer C: Die Gemeinde führt einen fairen Steuer-Zuschlag auf ungenutztes Bauland ein.
- Baupflicht: Baugrundstücke müssen innerhalb eines Jahres nach Genehmigung bebaut werden.
- Nicht-Nutzungssteuer: Wer nicht baut, zahlt eine gestaffelte Steuer von 1% bis 5% des Kaufpreises pro Jahr.
- Einnahmen für alle: Die Steuer fließt direkt in die Gemeindekasse und kommt allen Bürgern zugute (z.B. für Investitionen in Schulen oder Kitas). Bürger und Gemeinde profitieren.
- Mehr Angebote: Da das Horten von Land teuer wird, kommen brachliegende Grundstücke auf den Markt. Das Angebot steigt.
- Günstigere Preise: Mehr Angebot auf dem Markt lässt den spekulativen Preisdruck und damit die Kaufpreise sinken.
Wichtig: Private Bauherren, die selbst einziehen wollen, sind von dieser Steuer ausgenommen!
Die Wahrheit über die Grundsteuer C: Ist das die Anti-Spekulations-Waffe?
Hand aufs Herz: Wenn ich in den letzten Jahren eine Sache im Bauwesen und in der Politik hasse, dann ist es die Spekulation mit Bauland. Du kennst das doch auch, oder? Diese Baulücke, seit zehn Jahren mitten im Ort, kein Fortschritt, nur weil der Besitzer darauf wartet, dass der Preis „noch ein bisschen“ steigt. Das ist doch einfach verrückt! Und genau hier kommt die Grundsteuer C ins Spiel. Sie ist, ganz offen gesagt, der Versuch des Gesetzgebers, den Spieß umzudrehen.
Die offizielle Bezeichnung ist ja ein Zungenbrecher: Sie ist im Grunde ein Zuschlag zur normalen Grundsteuer B, der Gemeinden seit dem 1. Januar 2025 die Möglichkeit gibt, für baureife, aber unbebaute Grundstücke einen erhöhten Hebesatz festzulegen. Endlich! Jahrelang haben wir darüber geredet, jetzt ist sie da. Aber die Frage ist: Funktioniert sie auch? Oder ist es nur ein zahnloser Tiger? Ich sage Dir, wenn Kommunen das Ding richtig anwenden, kann es zur besten Waffe werden, die wir gegen die Bodenpreisspekulation haben. Es geht darum, das Land nicht mehr als bloße Geldanlage, sondern als wertvolle Ressource für die Allgemeinheit zu sehen.
Es ist eine einfache wirtschaftliche Logik, die hier zum Tragen kommt: Wenn das Horten von Land teuer wird, wird es unattraktiv. Der Spekulant will nicht mehr länger warten, weil die jährlichen Steuerzahlungen seine Rendite auffressen. Er muss verkaufen oder bauen. Und das ist der Punkt, der uns bezahlbaren Wohnraum bringen wird. Weil mehr Angebot auf den Markt kommt.
Der Kern des Dilemmas: Warum Kommunen bisher asozial handeln mussten
Lass uns mal ehrlich sein: Es ist leicht, auf die Kommunen zu schimpfen, weil sie Bauland an den Höchstbietenden verschleudern. Aber ich habe Verständnis für die Bürgermeisterin oder den Kämmerer. Stell Dir vor, Du bist in einer klammen Kommune, Du brauchst Geld für die Kita-Erweiterung und die marode Turnhalle. Dann kommt ein Investor und bietet 500.000 Euro für ein kleines Grundstück. Was soll die Gemeinde tun? Der Beschluss, das Land für 350.000 Euro an eine Genossenschaft zu verkaufen, ist juristisch und politisch heikel – es könnte als Vermögensschädigung oder unsoziales Handeln gegenüber der Gemeinschaft ausgelegt werden, weil kurzfristig 150.000 Euro fehlen.
Dieses System zwingt Kommunen in eine kurzfristige Spekulationslogik. Sie müssen den Marktpreis nehmen, auch wenn sie wissen, dass der neue Besitzer das Land nur auf die hohe Kante legt und die Mieten weiter steigen. Es ist ein Teufelskreis!
Die Grundsteuer C ändert das Spiel. Sie ermöglicht es der Kommune, Einnahmen zu generieren, ohne etwas verkaufen zu müssen. Sie dreht den Spieß um: Der Spekulant, der sich bisher ins Fäustchen gelacht hat, finanziert nun unfreiwillig die Kommune mit. Das ist doch pure Gerechtigkeit, findest Du nicht auch?
- Die Kommune muss nicht verkaufen, um Einnahmen zu erzielen.
- Die Steuer wird von dem gezahlt, der das Allgemeinwohl blockiert.
- Das Dilemma zwischen „sozial“ und „finanziell notwendig“ wird entschärft.
Die Mechanismen der Mobilisierung: Wie die Grundsteuer C wirklich wirkt
Du fragst Dich jetzt sicher: Wie genau wirkt diese Steuer? Das ist mehr als nur ein Aufschlag auf die Grundsteuer B. Es ist ein strategisches Instrument, das psychologischen und wirtschaftlichen Druck erzeugt.
Wie der Hebesatz den Druck aufbaut
Der Gemeinderat muss den Hebesatz für die Grundsteuer C festlegen. Und hier liegt der Schlüssel! Er darf nicht zu niedrig sein. Ein Satz von 0,5% kitzelt den Spekulanten nicht einmal. Er muss so gewählt werden, dass er die erwartete Rendite durch Spekulation mindestens neutralisiert, wenn nicht sogar übersteigt. Ich persönlich würde hier zu einem gestaffelten Ansatz raten:
- Jahr 1: 1,5% des Bodenrichtwerts (noch moderat).
- Jahr 2: 3,0% des Bodenrichtwerts (wird schon schmerzhaft).
- Jahr 3: 5,0% des Bodenrichtwerts (jetzt muss der Spekulant handeln!).
Mit so einer Staffelung frisst die Steuer die jährliche Wertsteigerung des Bodens auf – oder übersteigt sie sogar. Plötzlich ist es kein „Safe Haven“ mehr, Bauland zu horten. Das Land wird zur „heißen Kartoffel“, die man schnell loswerden will. Diese Marktpsychologie ist der Turbo der Grundsteuer C.
Wer ist ausgenommen und warum das fair ist
Ein häufiger Einwand ist: Was ist mit der Familie, die ihr Baugrundstück gekauft hat, aber wegen Handwerkermangel oder Krankheit noch nicht bauen konnte? Das ist total berechtigt! Und genau deshalb ist die Gesetzgebung so wichtig:
Die Kommunen müssen in ihrer Satzung klare Ausnahmen definieren. Und da sind wir uns, glaube ich, einig:
- Eigenheimbau: Wer glaubhaft versichern kann, dass er das Haus selbst nutzen will, muss befreit werden. Hier sollte die Baugenehmigung als Nachweis reichen.
- Bauhindernisse: Unverschuldete Verzögerungen (z.B. fehlende Erschließung, Rechtsstreitigkeiten, Naturschutzauflagen) müssen die Steuerpflicht aussetzen.
Diese Fairness ist entscheidend, damit die Steuer nicht zum bürokratischen Monster wird, sondern gezielt nur die reinen Spekulanten trifft. Das schafft Akzeptanz in der Bevölkerung – und nur so kann eine solche Waffe erfolgreich eingesetzt werden.
Konzeptvergabe statt Höchstpreis: Der Turbo für Genossenschaften
Die Grundsteuer C sorgt für mehr Land auf dem Markt. Aber wie stellen wir sicher, dass dieses Land dann nicht einfach wieder an den nächsten Spekulanten geht? Hier kommt die Konzeptvergabe ins Spiel, und das ist mein absoluter Favorit!
Die Kommune muss aufhören, den Preis als einziges Kriterium zu sehen. Sie muss anfangen, das Konzept zu bewerten.
Checkliste: Das Konzept zählt – nicht der Kaufpreis
Wenn eine Kommune Land verkauft (oder im Erbbaurecht vergibt), muss sie Kriterienkataloge erstellen, die Genossenschaften und Non-Profit-Organisationen bevorteilen:
- Wie viele Wohnungen unter dem Mietspiegel werden geschaffen?
- Wie hoch ist der KfW-Standard der Gebäude (Stichwort Klima)?
- Wird eine soziale Durchmischung der Mieter angestrebt?
- Wird ein Verkaufsverbot oder eine Mietpreisbindung für mindestens 30 Jahre vereinbart?
- Welche Entwickler-Marge verlangt der Bauträger (je geringer, desto besser)?
Die Grundsteuer C und die Konzeptvergabe sind ein unschlagbares Team. Die Steuer zwingt den Spekulanten zur Aufgabe. Die Konzeptvergabe stellt sicher, dass das freigewordene Land nicht wieder in die Spekulationsspirale gerät, sondern in Hände wie Genossenschaften übergeht, die preisgebundenen Wohnraum schaffen.
Ich erinnere mich an einen Fall in meiner Heimatstadt, wo ein Areal für 1,5 Millionen Euro an den Höchstbietenden ging. Drei Jahre später wurde das Nachbargrundstück per Konzeptvergabe für 900.000 Euro an eine Baugenossenschaft vergeben – weil die das beste Konzept für bezahlbaren Wohnraum hatten. Die Wut des ersten Investors war köstlich, und die Genossenschaft hat dort tolle, preisstabile Wohnungen gebaut!
Die Entkoppelung: Das Erbbaurecht als Lebensversicherung gegen Spekulation
Du hast mich neulich darauf hingewiesen, dass die Grundsteuer C zwar für mehr Angebot sorgt, aber was ist mit den Preisen? Wenn der Markt verrückt spielt, ist mehr Angebot vielleicht nicht genug. Und hier kommt das Erbbaurecht ins Spiel, das für Genossenschaften die effektivste Lösung überhaupt ist, um hohe Bodenpreise komplett zu umschiffen.
Das Prinzip ist genial in seiner Einfachheit: Der Wert des Grundstücks wird vom Wert des Gebäudes getrennt.
Wie das Erbbaurecht die Investitionskosten senkt
Die Genossenschaft oder der Non-Profit-Investor kauft nur das Gebäude. Die Kommune behält das Land im Eigentum und gibt es gegen einen jährlichen Erbbauzins an den Investor aus.
In einem 1-Million-Euro-Projekt (Grundstück 400.000 € / Bau 600.000 €) spart der Investor die $\mathbf{400.000 €}$ Anfangsinvestition für das Grundstück. Das ist eine massive Entlastung, die sich direkt in günstigeren Mieten widerspiegelt.
Der Clou: Die Kommune sollte diesen Erbbauzins für soziale Projekte auf einen symbolischen Satz senken, z.B. 0,5% statt marktüblicher 3% bis 4%.
| Kostenfaktor | Erbbaurecht (3% Zins) | Erbbaurecht (0,5% Zins für Soziales) |
| Investition Grundstück | 0,00 € | 0,00 € |
| Jährliche Zinslast (Basis 400.000 €) | 12.000 € | 2.000 € |
| Ersparnis für Genossenschaft | – | 10.000 € pro Jahr |
Diese gesparten $10.000 €$ pro Jahr sind $833 €$ pro Monat, die nicht auf die Mieten umgelegt werden müssen! Das ist der Turbo für bezahlbaren Wohnraum. Die Kommune gibt zwar kurzfristig Zinsgewinne auf, behält aber langfristig die Kontrolle über ihr Land und sichert ihre Daseinsvorsorge. Das ist strategisch klug.
„Warum nicht gleich eine Enteignung?“
Weißt Du, was ich mal erlebt habe? Ich habe einem Gemeinderat genau diese Erbbaurecht-Kalkulation präsentiert, und der älteste Rat, ein Gutsbesitzer, meinte nur: „Wieso sollen wir unser gutes Land für symbolische Peanuts hergeben? Das ist doch Enteignung!“ Ich musste mir echt auf die Zunge beißen. Ich habe ihm dann ganz ruhig erklärt, dass es keine Enteignung ist, sondern eine Generationen-Investition. Die Kommune verzichtet auf den kurzfristigen Profit, aber sie sichert, dass ihre Enkel noch in der Stadt wohnen können, weil das Land nicht spekuliert wurde. Das hat ihn, glaube ich, ein bisschen zum Nachdenken gebracht – auch wenn er natürlich dagegen gestimmt hat. Aber diese menschliche Sturheit, diese kurzfristige Denke, ist unser größter Gegner! Manchmal denke ich, ein kleiner Sarkasmus-Filter im Bauamt wäre dringend nötig.
Die Notwendigkeit der Sozialbindung für die Mittelschicht
Jetzt kommt ein Punkt, der mir wirklich wichtig ist. Wenn wir von „sozialem Wohnraum“ sprechen, denken viele nur an Bedürftigkeitsnachweise und Hartz-IV. Aber die Wahrheit ist: In Städten mit hohen Bodenpreisen braucht die Mittelschicht dringend Hilfe! Der angestellte Lehrer, die Krankenschwester, der Facharbeiter – sie verdienen zu gut für einen Sozialwohnungsschein, aber zu wenig, um 500.000 Euro für eine Reihenhauseinheit zu bezahlen.
Preisgebundener Wohnraum – nicht nur Sozialwohnungen
Die Kommune muss die Sozialbindung breiter fassen:
- Zielgruppe: Lokale Familien, die in der Stadt arbeiten und ein mittleres Einkommen haben.
- Instrument: Verpflichtung des Investors/der Genossenschaft, die Mieten über einen städtebaulichen Vertrag unterhalb des ortsüblichen Mietspiegels zu halten.
- Vorteil: Diese Familien werden entlastet, zahlen nicht ihr halbes Gehalt für die Miete und bleiben der Kommune erhalten. Das ist die beste Wirtschaftsförderung, die es gibt!
Wenn wir die Grundsteuer C nutzen, um Land freizuschaufeln, und das Erbbaurecht mit Konzeptvergabe kombinieren, dann können wir diesen Mittelstandswahnsinn beenden. Das ist meine tiefste Überzeugung!
💡 Interaktiver Teil: Dein Grundsteuer C Quiz
Willst Du wissen, ob Du die Spekulations-Logik wirklich durchschaut hast? Teste Dein Wissen!
- Frage: Was ist das Hauptziel der Grundsteuer C?
- A) Mehr Einnahmen für die Kommune.
- B) Den Bau neuer Wohnungen zu besteuern.
- C) Bebaubares Land mobilisieren und Spekulation unattraktiv machen.
- Frage: Wer ist von der Steuer in der Regel ausgenommen?
- A) Große Immobilienkonzerne.
- B) Private Bauherren mit Eigenbezugsabsicht.
- C) Die Landwirte in der Nachbarschaft.
- Frage: Welches Instrument senkt die Anfangsinvestition einer Genossenschaft am stärksten?
- A) Die Minderung der Mehrwertsteuer.
- B) Die Überlassung des Grundstücks per Erbbaurecht.
- C) Ein günstiges Darlehen.
(Antworten: 1. C, 2. B, 3. B)
Was kostet uns die Spekulation wirklich?
Die Kosten der Bodenspekulation sind gigantisch, und wir reden hier nicht nur von den Mieten. Wir reden von den Folgekosten:
- Infrastrukturkosten: Die Gemeinde muss neue Baugebiete am Stadtrand erschließen (teure Straßen, Leitungen), weil die Lücken im Zentrum nicht bebaut werden. Das ist Zersiedelung.
- Verkehrskosten: Längere Wege zur Arbeit, mehr Autos, mehr CO2.
- Soziale Kosten: Höhere Mieten bedeuten mehr Bedürftigkeitsnachweise, mehr staatliche Unterstützung und weniger Kaufkraft in der Stadt.
Die Grundsteuer C zur Baulandmobilisierung ist also nicht nur eine Steuermaßnahme. Sie ist eine Investition in die kommunale Effizienz und Nachhaltigkeit. Das muss jeder Gemeinderat verstehen.
📋 Checkliste: So bringst Du die Grundsteuer C in Deiner Kommune auf den Weg
Du bist jetzt motiviert und willst in Deiner Stadt oder Gemeinde aktiv werden? Sehr gut! Hier sind die Schritte, die Du als engagierter Bürger oder Kommunalpolitiker gehen musst:
- Informiere Dich: Prüfe, ob Dein Bundesland die Grundsteuer C bereits eingeführt hat (Stichtag war 1.1.2025).
- Spreche mit Fraktionen: Suche das Gespräch mit den Kommunalpolitikern und lege ihnen die Kalkulation der Spekulationsrendite vor (zeige, wie ein 5%-Satz wehtut!).
- Bürgerantrag: Starte eine Petition oder einen Bürgerantrag zur Einführung der Grundsteuer C mit einem klaren, gestaffelten Hebesatz-Vorschlag.
- Pressearbeit: Generiere öffentliche Aufmerksamkeit, um den Druck auf den Gemeinderat zu erhöhen. Der Druck der Öffentlichkeit ist oft der einzige Weg, um festgefahrene Positionen aufzubrechen.
❓ FAQ-Bereich: Deine brennendsten Fragen zur Grundsteuer C
Was ist der Unterschied zwischen Grundsteuer B und Grundsteuer C?
Die Grundsteuer B wird auf bebaute und unbebaute, bebaubare Grundstücke erhoben. Die Grundsteuer C ist ein Zuschlag zur Grundsteuer B, den Kommunen speziell und ausschließlich für baureife, aber ungenutzte Grundstücke festlegen können, um Spekulation zu verhindern und die Mobilisierung von Bauland zu forcieren.
Kann die Gemeinde die Grundsteuer C rückwirkend einführen?
Nein. Die Einführung muss durch einen Ratsbeschluss erfolgen und wirkt nur für die Zukunft. Deshalb ist es so wichtig, dass Kommunen jetzt sofort handeln, um die Spekulation mit neu ausgewiesenem Bauland zu unterbinden.
Wer entscheidet über die Höhe des Hebesatzes der Grundsteuer C?
Die Höhe des Hebesatzes wird durch den Gemeinderat oder Stadtrat der jeweiligen Kommune in einer Satzung beschlossen. Sie muss so gewählt werden, dass sie Spekulanten zum Handeln zwingt, aber nicht unbillig ist.
Was bedeutet „baureif“ im Kontext der Grundsteuer C?
„Baureif“ bedeutet, dass das Grundstück planungsrechtlich erschlossen ist (z.B. im Bebauungsplan liegt) und baulich erschlossen werden kann (Zufahrt, Leitungen). Solange die Kommune die Erschließung noch nicht abgeschlossen hat, kann die Steuer nicht erhoben werden.
Ist die Grundsteuer C verfassungswidrig?
Nein. Das Bundesverfassungsgericht hat die Reform der Grundsteuer und die Option der Grundsteuer C bestätigt. Sie dient der städtebaulichen Lenkung und ist damit rechtlich abgesichert, solange die Kommunen die Ausnahmen für private Bauherren fair regeln.
Was passiert, wenn ich trotz Steuer nicht baue?
Die Steuerpflicht bleibt bestehen und kann sehr hoch werden (bis zu 5% des Bodenwerts jährlich). Im Extremfall könnte die Kommune nach dem Baugesetzbuch (BauGB) auch ein Baugebot verhängen und bei Nichtbefolgung eine Enteignung (gegen Entschädigung) in die Wege leiten, aber die Grundsteuer C ist der sanftere Zwang.
Hilft die Grundsteuer C auch gegen hohe Mieten?
Indirekt, ja. Wenn mehr Grundstücke auf den Markt kommen und mehr gebaut wird, entspannt sich der Gesamtmarkt. Zudem ermöglicht die Mobilisierung von Land durch die Steuer die Umsetzung von preisgebundenen Konzepten (z.B. für Genossenschaften), was direkt günstigeren Wohnraum schafft.
Wie lange bleibt die Steuer auf dem Grundstück?
Die Grundsteuer C wird so lange fällig, bis das Grundstück bebaut ist. Sobald das Haus steht und genutzt wird, entfällt der Zuschlag, und es gilt nur noch die normale Grundsteuer B.
Wie kann ich mich als Genossenschaft vor dem hohen Bodenpreis schützen?
Der beste Schutz ist die Kombination der Grundsteuer C (die das Angebot erhöht) mit der Forderung nach Erbbaurecht (die die Anfangsinvestition senkt) und einer Konzeptvergabe (die den Preis vom reinen Höchstgebot entkoppelt).
Ist die Grundsteuer C rückwärtsgewandt?
Nein, sie ist zukunftsgewandt. Sie sanktioniert nicht die Kaufentscheidung von gestern, sondern die Nutzungsentscheidung von heute. Sie ist ein politisches Instrument, um die Daseinsvorsorge (Wohnen) über die reine Spekulation zu stellen.
📚 Glossar: Fachbegriffe einfach erklärt
- Grundsteuer B: Die reguläre Grundsteuer, die Kommunen auf bebaute und unbebaute Grundstücke erheben.
- Grundsteuer C: Der Zuschlag zur Grundsteuer B für baureife, ungenutzte Grundstücke zur Mobilisierung von Bauland.
- Hebesatz: Ein Prozentsatz, den die Kommune festlegt, um die Höhe der Grundsteuer zu bestimmen.
- Baureif: Ein Grundstück, das sofort oder kurzfristig bebaut werden kann, da die planungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
- Erbbaurecht: Das Recht, auf einem fremden Grundstück ein Gebäude zu errichten und zu besitzen (Entkoppelung von Boden und Gebäude).
- Konzeptvergabe: Die Vergabe von Grundstücken durch die Kommune nach sozialen, ökologischen oder städtebaulichen Kriterien anstelle des höchsten Kaufpreises.
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🎯 Zusammenfassung: Die Grundsteuer C ist mehr als nur eine Steuer
Ich hoffe, Dir ist klar geworden, warum ich so leidenschaftlich für die Grundsteuer C eintrete. Sie ist kein Allheilmittel, aber sie ist der notwendige erste Schritt, um die Spekulationsspirale zu durchbrechen. Es ist eine Frage des politischen Mutes und der Fairness. Wenn Kommunen dieses Werkzeug zusammen mit dem Erbbaurecht und der Konzeptvergabe nutzen, können sie ihren Bürgern wieder versprechen: Wohnen ist keine Ware, sondern ein Grundrecht.
- ✅ Mobilisierung: Die Grundsteuer C zwingt Spekulanten, Land freizugeben.
- ✅ Gerechtigkeit: Sie finanziert die Kommune und schützt ehrliche Bauherren.
- ✅ Preisbremse: Mehr Angebot drückt die überzogenen Bodenpreise.
🔗 Quellen
- Bundesministerium der Finanzen: Informationen zur Grundsteuerreform und Grundsteuer C
- Baugesetzbuch (BauGB): Regelungen zur Baulandmobilisierung und dem Baugebot
- Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern): Stellungnahmen zum Erbbaurecht und Konzeptvergabe
- Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln): Studien zu den Auswirkungen der Bodenspekulation
- Deutscher Städtetag: Positionspapier zur kommunalen Steuerung von Bodenpreisen

Autor von Smarten.de und Fan von smarter Technik für eine bessere Zukunft.







