
Dieses Heizsystem kombiniert Stromerzeugung (Solarmodule) mit kostenloser Wärmegewinnung (Wasserrohre auf der Rückseite) und leichten High-Tech-Materialien (Zellulose und PCM-Platten) zur Wärmespeicherung. Für sonnenlose Tage und die Kühlung im Sommer nutzen wir eine günstige Brauchwasser-Wärmepumpe.
Heizsystem inspiriert durch dieses Video
Die Logik der Solar-Heizung im Betrieb
- Sonniger Winter
- Dunkler Winter:
- wenig Sonne wird durch viele Solarmodule bestmöglich genutzt
- großer Auto-Speicher überbrückt mehrere schwache sonnenlose Tage
- Wärmepumpe nutzt Strom, um den Wassertank aufzuheizen
- Wenn wirklich nichts mehr geht, wird Strom aus der Leitung verbraucht
- Sommer
- Umwälzpumpe läuft nur nachts
- Zieht die Hitze aus dem PCM-Boden
- kühlt das Wasser über die kalten Solarmodule an der frischen Nachtluft ab (Free Cooling).
🛒 1. Materialliste, Kosten & Bezugsquellen
Die Preise sind grobe Schätzwerte für ein Einfamilienhaus (ca. 100 qm Wandfläche Südseite, 140 qm Wohnfläche innen) und dienen zur Orientierung.
Für die Außenwand (Der Hitzeschild):
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- Schaumglasplatten (Foamglas): ca. 100 qm. Absolut feuerfest und leicht.
- Aluminium-Klebeband & hitzebeständiger Kleber:
- Kosten: ca. 150 €
- Bezugsquelle: Baumarkt (z.B. Hornbach, Bauhaus) oder Amazon.
Für die Wandfüllung (Der Isolator):
- Zellulose-Einblasdämmung: Füllt alle Hohlräume dicht aus.
- Kosten: ca. 2.000 € – 3.000 € (inklusive Arbeitszeit der Profis!)
- Bezugsquelle: Regionale Fachbetriebe für Einblasdämmung.
Für den Innenraum (Die „schwerelose“ Batterie):
- PCM-Klimaplatten (Phasenwechselmaterial): Für ca. 140 qm Fußboden/Innenwände.
Für die Energiegewinnung (Die Module & Rohre):
- Solarmodule (Full Black): z.B. 20 Stück für Süd-Wände und Dach.
- Kosten: ca. 1.000 € – 2000 €
- Bezugsquelle: Solar-Fachhandel online (z.B. Tepto, Sauerländer Solarmarkt).
- Aluverbundrohr (biegbar, 16mm)
- ca. 100 – 200 Meter.
- Kosten: ca. 100 € – 200 €
- Bezugsquelle: Baumarkt oder Sanitär-Onlinehandel.
Für den Anschluss (Das Gehirn & Backup):
- Brauchwasser-Wärmepumpe (mit internem Wärmetauscher, ca. 200-300L):
- Kosten: ca. 1.500 € – 2.500 €
- Bezugsquelle: Sanitär-Fachhandel, Heizungsbauer oder Heizungs-Onlineshops.
- Umwälzpumpe, Solarregler, Kleinteile (Ausdehnungsgefäß, Ventile):
- Kosten: ca. 500 €
- Bezugsquelle: Über deinen Heizungsinstallateur (sicherste Variante).
💰 Gesamtkosten-Schätzung (Material): ca. 15.000 € bis 24.000 € (Bedenke: Du sparst dir dafür eine sündhaft teure Erdwärmepumpe für 30.000 €, hunderte Tonnen schweren Beton-Estrich und du heizt ab sofort quasi kostenlos!)
⏱️ 2. Arbeitszeit-Schätzung
- Eigenleistung (Wandvorbereitung, Rohre auf Module kleben, Module aufhängen): ca. 2 bis 3 entspannte Wochenenden mit 1-2 Helfern.
- Fachfirma Einblasdämmung: 1 Tag.
- Heizungsinstallateur (Anschluss Pumpe & Rohre): 1 bis 2 Tage.
🛠️ 3. Die Ultimative Schritt-für-Schritt Anleitung zum Solarhaus

Die Idee ist einfach: Solarmodule bringen kostenlose Energie. Mit dem Strom könnte man jetzt eine Wärmepumpe betreiben. Aber was ist Nachts? Wäre es nicht besser, wenn neben dem Strom auch noch Wärme gespeichert würde? Das Prinzip ist ja uralt. Dazu braucht man einfach eine Masse, die Wärme speichert und diese zeitverzögert abgiebt. Zum Beispiel Wasser, Sand oder Steine. Wäre jetzt kein Steinhaus hat, kann sich mit der Fußboden-Technik und
Schritt 1: Der Hitzeschild (Außenwand)
- Klebe die Schaumglasplatten lückenlos von außen auf die Südwand deines Holzhauses. Das schützt das Holz vor Hitze.
- Beklebe die Außenseite der Schaumglasplatten komplett mit breitem Aluminium-Klebeband. Das reflektiert die Wärmestrahlung später direkt zurück in deine Wasserrohre.
- Bohre zwei Löcher für das Wasserrohr (Vorlauf/Rücklauf) durch die Wand nach innen in den Hauswirtschaftsraum.
Schritt 2: Die Dämmung (Die Wandfüllung)
- Schließe deine Holzwand von innen (z.B. mit OSB-Platten).
- Lass einen Fachbetrieb kommen. Die bohren kleine Löcher oben in die Wand und blasen den gesamten Hohlraum mit Zellulose voll. Danach ist die Wand absolut winddicht und hoch isoliert.
Schritt 3: Der schwerelose Speicher (Innenraum)
- Verlege die PCM-Platten im Haus (ideal im Fußboden als Trockenestrich-System, alternativ an den Wänden).
- Verlege die Wasserrohre deiner Fußbodenheizung direkt auf/in diesen Platten. Das PCM-Material schmilzt unsichtbar bei Wärme, saugt die Hitze auf und gibt sie nachts wieder ab – ohne das Gewicht von Steinen.
Schritt 4: Die PVT-Module (Die Hitzequelle)
- Leg deine schwarzen Solarmodule mit dem Gesicht nach unten auf den Rasen.
- Verlege das Aluverbundrohr in Schlangenlinien auf der Rückseite der Module.
- Klebe das Rohr mit dem Aluminium-Klebeband vollflächig an der Modulrückseite fest. (Das Alu leitet die Hitze vom Modul ins Wasser).
- Montiere die Solarmodule an Schienen mit etwas Abstand vor deine Schaumglas-Wand.
- Führe die beiden Rohrenden (Kaltwasser rein, Warmwasser raus) durch die in Schritt 1 gebohrten Löcher ins Haus.
Schritt 5: Der Anschluss & Das Backup (Der Installateur-Job)
Übergib diesen Schritt an einen Installateur:
- Stell die Brauchwasser-Wärmepumpe im Haus auf.
- Schließe das heiße Rohr von den Solarmodulen an den internen Wärmetauscher (die Heizspirale) der Wärmepumpe an. Sicherheitselemente (Ausdehnungsgefäß, Überdruckventil) und eine kleine Zirkulationspumpe nicht vergessen!
- Schließe deine PCM-Fußbodenheizung an den Wassertank der Wärmepumpe an.
- Die Logik: * Winter (Sonne scheint): Modul wird heiß -> Wasser wird heiß -> heizt den 300L Tank der Wärmepumpe kostenlos auf -> Fußbodenheizung bedient sich aus dem Tank -> PCM-Platten speichern die Hitze für die Nacht.
- Winter (Dunkelflaute): Keine Sonne -> Wärmepumpe springt an und heizt den Tank mit wenig (eigenem) Strom auf. Du frierst nie.
- Sommer (Free Cooling): Pumpe läuft nur nachts. Das Wasser bringt die Hitze aus dem Haus nach draußen an die Solarmodule, die sie in die kalte Nachtluft abstrahlen. Dein Haus kühlt ohne Klimaanlage ab.
Elektroauto bidirektional laden und als Speicher für das Haus verwenden
Aktuell haben bereits ein paar Automodell die möglichkeit mit dem sogenannten bidrektionalen Laden als Speicher für das ganze Haus zu fungieren.
Zum Beispiel hat ein Hyundai IQONOS 5 einen Speicher von rund 50kwh und Ein Haus braucht davon maximal 10% an einem Tag – wenn es eine krasse Energieschleuder ist.

Autor von Smarten.de und Fan von smarter Technik für eine bessere Zukunft.










